Montag, 29. November 2021

ZDF-Gottesdienst aus Winnweiler am 1. Advent 2021 - AKTUALISIERT

Predigtgedanken, Lieder, Fürbitten, Video zum Nachsehen...

Am 1. Advent

feierten wir gemeinsam mit 910.000 Zuschauer*innen in Winnweiler und im ZDF unseren Gottesdienst. Dabei ging Pfarrer Carsten Leinhäuser der Frage nach, wie sich die düsteren Schrifttexte dieses Sonntags mit der Hoffnungsbotschaft des Advents verbinden lassen. Mitten in die adventliche Behaglichkeit platze Jesus, der mit gewaltigen Worten Bilder vom Ende der Welt zeichne. Mit der „Frohen Botschaft“ Jesu beginne eine Reise ins Ungewisse – so Leinhäuser. Wie diese Reise aussehen könnte, darüber dachte er in seiner Predigt nach. 

Musikalisch wurde der Gottesdienst von einem Team junger Musiker*innen gestaltet: Johannes Weber an der Orgel, Miréio Trinley als Kantorin und die A-Capella-Band Voitex für den Gesang.


Danke

allen Ehrenamtlichen aus unserer Pfarrei Heilig Kreuz Winnweiler (und darüber hinaus) - und allen Mitarbeiter*innen des ZDF und von Kirche TV, die sich mit unfassbar viel Energie, Zeit und Freude für diesen Gottesdienst eingebracht haben.

Danke all den vielen Mitfeiernden, die uns seit dem 1. Advent mit Rückmeldungen, Anrufen, Mails, Nachrichten und Segen "überschütten". 

Bitte habt Verständnis, dass ich nicht alle Nachrichten persönlich beantworten kann. Ich versuche, mich in den nächsten Tagen nach und nach durchzulesen - aber Ihr seid einfach zu viele.


Predigtgedanken, Lieder, Fürbitten, Video


Rückmeldungen

Bis heute (Montag, den 29. November) haben wir schon über 200 Emails und mehr als 200 Kommentare in den Sozialen Medien empfangen und lesen jede Einzelne durch. Weit über 90% sind positiv und bestärkend - Dankeschön. Es gibt natürlich auch kritische Rückmeldungen, die sich vor allem auf zwei Punkte beziehen, zu welchen wir hier kurz Stellung nehmen.

Coronaregeln

Wir haben den Gottesdienst in Winnweiler gemäß der 2G-Regelung durchgeführt: Alle Teilnehmer*innen und Mitarbeiter*innen waren geimpft oder genesen und durften am Platz ohne Maske mitfeiern. Überall wo es möglich war, haben wir zusätzlich zur 2G-Regelung auf Abstände geachtet. Wir sind überzeugt davon, dass wir die Pandemie nur gemeinsam bewältigen können: Indem wir aufeinander achten und die Ratschläge der Profis (der Wissenschaft!) umsetzen. Wir bitten alle, denen es möglich ist, sich impfen zu lassen und somit sich selbst und andere zu schützen.

Frauen, Jüngerinnen, Apostelinnen

Manche Mitfeiernde fragten nach, wieso der Pfarrer über "Jüngerinnen" und "Apostelinnen" sprach. Hier ein kleines "theologisches Update" für alle Interessierten: 

Es gab mehrere sich überlappende Kreise von Menschen, die sich um Jesus scharten und ihm nachfolgten. Da war zuerst der Kreis der Jüngerinnen und Jünger. Der Evangelist Lukas nennt eine Zahl von ca. 70; andere Bibelstellen gehen von einer noch größeren Zahl aus. Aus diesem Kreis der Jünger bildete sich der enge Kreis der 12 Apostel (alles Männer), die beim Abendmahl dabei waren. Darüber hinaus werden in der Bibel jedoch immer auch Frauen genannt (gerade im Kontext der Auferstehung), die wohl auch zu einem sehr engen Kreis gehörten, bzw. aufs Engste mit den Aposteln verflochten waren. Aus diesem Grund hat die Kirche (ganz offiziell) vor einiger Zeit Maria Magdalena in den liturgischen Büchern und in einem eigenen Hochgebet ganz ausdrücklich zur "Apostelin der Apostel" benannt. Die theologische Forschung geht mittlerweile davon aus, dass es in der Anfangszeit der Kirche noch mehr Frauen gab, die als Apostelinnen galten.

Aus diesen und aus vielen anderen Gründen ist es uns ein Herzensanliegen, Frauen in unserer Kirche und in unserer Welt zu stärken und auch durch unsere Sprache "sichtbar" zu machen. Hier gibt es noch jede Menge "Baustellen". Ohne Frauen - gäb's keine Kirche. Danke Euch ❤️